Mittwoch, 20. September 2017

Kasten-Tunika. Ein Versuch

Ich bin gerade auf der Suche nach schönen neuen Oberteilen für meinen Kleiderschrank. Kombifreundliche Stücke, die nicht nur hübsch sein sollen, sondern auch bequem und mit Wohlfühlfaktor.

Recht spontan habe ich einfach einen gut abgelagerten Batist in dezent getreiftem Grauschwarzblau gegriffen (die Farbe ist wirklich ein drolliger Farbzwitter- mal wirkt es bläulich- dann wieder grau und beim nächsten Spiegelblick fast schwarz) und mich für ein schlichtes Model aus einer alten Burda entschieden. (Heft Februar 2003 Modell 110- Gr. 40, Ärmel schmal und gekürzt- Gesamtlänge original - Schlitze 4cm weiter zugenäht als vorgesehen)
Brustabnäher, V-Auschnitt und Seitenschlitze, leichte Armkugel. Wahrlich kein hoher Anspruch an die Nähkünste- aber ich habe alle Belege und die breiten Saumzugaben mit Vlieseline H 180 unterlegt und schöne Briefecken an den Schlitzen gearbeitet. Die Steppereien habe ich sorgsam vorgezeichnet und war am Ende sehr zufrieden, dass alles wunderbar gleichmäßig wurde.


Kasten-Tunika Batist Selfishsewing

In der hier gezeigten Kombi mit der Stretchröhre, hätte das Blusenshirt gern ein Stück länger sein dürfen und der Batist krabbelt leider ziemlich. So ein feiner Stoff ist doch eher für ein fluffiges Modell geeignet. Und die Ärmellänge wirkt bei hängenden Armen schon etwas "rausgewachsen" - da hilft nur hochschieben oder ich hätte vielleicht nette Ärmelumschläge anschneiden sollen... 

Montag, 18. September 2017

Nähgesetzbuch

Ja- beim Nähen gibt es Gesetze!
Natürlich keine, die bei Nichteinhaltung wirklich schwerwiegende negative Folgen haben.
Aber welche, die beim Befolgen jede Menge Frust ersparen und die Chancen auf ein tolles Ergebnis erheblich erhöhen...

Aber in der Hobbyschneiderei darf doch jeder selber entscheiden, wie er was macht und vor allem auch, wieviel Zeit und Lernwillen er in sein Hobby stecken möchte, oder?!
Wozu also ein Buch mit dem Titel "Nähgesetzbuch" ?!

 

Weil sich in der Hobbyschneiderwelt was tut:
Immer mehr Frauen entdecken das Nähen für sich selbst. Sie haben sich sattgenäht an Jerseyteilen und Ratzfatz- Shirtprojekten. Webware erlebt endlich einen ganz wunderbaren Boom und das Thema Nachhaltigkeit gewinnt beim Nähen glücklicherweise auch an Bedeutung.
Und je hochwertiger dann eben ein Stoff ist und je anspruchsvoller ein Modell- umso wichtiger wird der Hobbyschneiderin das alte Handwerk des Nähens.

Als "Mutter des ordentlichen Nähens" ist Inge Szoltysik-Sparrer in der Nähwelt mittlerweile eine feste Größe und ich fände es übrigens schön, wenn der Beiname "Pingel-Inge", der ihr in der Show "Geschickt eingefädelt" angehängt wurde, mal durch was anderes ersetzt würde.
Denn Fachwissen, handwerkliches Können und sorgsame Arbeit dürften gern positiv belegt sein.
Vor allem, weil sie dieses Wissen ja nicht nur an Berufsschneider weitergibt- sondern auch dem Hobbyschneider die Chance bietet, von der Pike auf zu nähen.

Mit ihrem Buch "NähGB Das Nähgesetzbuch"* bricht sie nun eine Lanze dafür, dass es sich lohnt, auf bewährte Erfahrungen zurückzugreifen. Man muss nämlich nicht immer "aus Fehlern lernen"- wenn man im Vorfeld gesagt bekommt, wie es geht. 

Mein Fazit zu dem Buch:
Es ist kurzweilig und sympatisch. Es ist kein Nähbuch mit detailierten Anleitungen- sondern ich verstehe es eher als "Grundgesetz", als die Basis, auf der man aufbauen kann. Ein solides Fundament aus bewährten Regeln.
Mir hat das Lesen echt Spaß gemacht (konnte ich doch so oft zustimmend nicken). Zwar sind einige Seiten wirklich eher Füllmaterial z.B. Tabellen mit Maßen, die so nur für die Schnittkonstruktion von Nöten wären und die Farbgebung des Buches finde ich etwas unglücklich (die Fotos leiden unter arger Rotstichigkeit).  
Aber das Buch macht Lust, es "richtig" zu machen und wer die erwähnten Techniken genauer gezeigt bekommen möchte, der besorgt sich ergänzend ein solides Grundnähbuch* , besucht einen Nähkurs oder bucht einfach die Video-Kurse von Inge Szoltysik-Sparrer bei Makerist ;)

Details zum Buch:
NähGB, Das Nähgesetzbuch
Inge Szoltysik-Sparrer
  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Frech; Auflage: 1 (9. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3772464785
  • ISBN-13: 978-3772464782
  • Preis: 16,99 €






Das Rezensionsexemplar dieses Buches wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

 *Dieser Link ist ein Affiliate-Link: Wenn Ihr etwas kauft, darf ich mich über eine kleine Provision freuen- natürlich ohne, dass Euch Mehrkosten entstehen!

Mittwoch, 13. September 2017

Frische Bügel-Eier im Schneiderherz-Shop

Endlich ist es wieder soweit.
Eine neue Fuhre wunderschöner Bügeleier wartet im Shop auf Euch.

Sichert Euch Euer Lieblings-Ei - ob für Euch oder als tolle Geschenkidee für die Nähfreundin.

www.schneiderherz.com

Viel Spaß beim Shoppen!



Ach ja- dieser Beitrag ist voll von Werbung in eigener Sache! *ggg*

Mittwoch, 6. September 2017

Formland- eine kleine Messe-Nachlese

Kaum zu glauben, dass es nun schon gut 2 Wochen her ist, dass ich auf der Formland-Messe in Herning/Dänemark war... Es wird wirklich Zeit für eine kleine Nachlese und etwas Augenfutter für Euch... ;)

Ich muss allerdings gestehen, dass ich neben den Bildern, mit denen ich Euch auf Instagram live von den schönen Messeständen versorgt habe, ein wenig fotofaul war...
Bei den letzten Besuchen habe ich immer eifriger fotografiert- doch diesmal habe ich es mir gegönnt, auch mal nur zu gucken (und zu probieren- denn Foodstände gibt es auf der Formland natürlich auch)

Formland Danmark Messebesuch Formlandblogger

Besonders gefallen mir immer die zurückhaltenden Farben und schlichte bzw. klassische Formen. Trotz aller Trends - bei den dänischen Firmen schwingt stets ein Hauch Zeitlosigkeit mit.

Natürlich darf auch mal eine Prise Retro sein- denn was gut war, hat eine Wiederbelebung verdient. Aber mir persönlich ist dann gerade bei (Gebrauchs)Keramik manche Glasurfarbe und Form doch ein wenig zuviel der alten Zeiten...
Aber wie Ihr auf den Bildern sehen könnt- es gibt genug Alternativen

Formlandblogger Impressionen

Amalie Loves Denmark - die die Bloggertour auf der Formland so wunderbar organisiert- hat uns unter den Ausstellern wieder mal ein paar Rosinen herausgepickt. So kamen wir unter anderem bei den Ständen von Stelton, Royal Copenhagen, Kreafunk, ByBrorson, Lakrids J.Bülow und Kay Bojesen Steel in den Genuss, kleinen Vorträgen mit interessantem Hintergrundwissen und Details zu Neuheiten lauschen zu können. Gerade da war dann die Leidenschaft und Liebe der Dänen zu ihren Produkten besonders zu spüren.
Ach ja- und Mariam von der Bolcheriet MUSS man einfach mal live erleben... ;)

Formlandblogger Formland Messe Dänemark

Es war wieder ein schöner Tag, voller schöner Dinge und Inspiration und wie immer war der Besuch viel zu kurz, um wirklich alles Schöne sehen und erkunden zu können.
Das nächste Mal sollte ich endlich mal verlängern und nach der Bloggertour noch mehr Zeit in Herning verbringen. Soweit weg von daheim ist es für mich als Flenburgerin ja nun wirklich nicht...






Donnerstag, 17. August 2017

Der norddeutsche Sommer

Ich lebe ja im Norden Deutschlands.
So richtig weit oben.
Und ich lebe gerne hier.
Doch gerade hadere ich ein wenig mit unserem Sommer.
Irgendwie kommt der nämlich nicht so recht in Gange. Es ist ein ständiges Hin und Her von Sonne, Wolken, Regen. Zwischendurch fühlt es sich schon richtig herbstlich an und wenn Ende August wieder die Lebkuchen in die Läden kommt, brauchen wir bestimmt keine Angst zu haben, dass die Schokolade schmilzt...

Ich brauche ja keine Gluthitze- aber ich mag es trocken und angenehm warm- gekrönt von lauen Sommerabenden. Ich hätte einfach gerne mal Wetter für meine neuste Sommergarderobe...
Die helle Hose aus grobem Leinen und das weiße Blusentop sind schon so lange fertig- und genauso lange hängen die Teile hier ungetragen im Arbeitszimmer. Und das, obwohl es ja keine Hochsommer-Sachen sind.
(genauso verhält es sich leider auch mit dem netten Sommerkleidchen nach Frau Schneidermeisterns #hotsummerfreebie)

Damit Ihr die Teile aber hier im Blog zu sehen bekommt, bevor der Sinn nach warmer Kleidung steht, habe ich gestern endlich ein paar Bilder gemacht:

Leinenhose und Sommertop Burda Schneiderherz Selfishsewing

Hier kombiniert mit einem meiner alten "Lieblingsjäckchen" aus Jersey.
Zu den Details der Neuzugänge:

Freitag, 21. Juli 2017

Saum Bügelhilfe "New Edition"

Ich bin ein Bügelfreak!
Zumindest, wenn es um das Bügeln beim Nähen geht...
Und gerade deshalb freue ich mich sehr, dass die alte Bastelanleitung von 2014 für meine praktische Saumbügelhilfe, eine der meistbesuchten Seiten auf diesem Blog ist.

Ich selber nutze meine Bügelhilfe sehr oft- entsprechend abgeranzt sah das gute Stück auch aus, als ich vor kurzem die Vorhänge für Sohnemanns erste eigene Bude damit umbügelte.
Es war also dringend Zeit für eine Neue.

Hier ist sie:


Ich habe die Druckvorlage ein wenig überarbeitet und da immer mal wieder Fragen und auch Ideen aufkamen, wie man die bügelfeste Schablone noch herstellen und evtl. optimieren könne, hatte ich beschlossen, eine kleine Versuchsreihe zu machen, bevor ich Euch die Bügelhilfe "New Edition" jetzt als Download schenke.




Mittwoch, 19. Juli 2017

Frische Bügeleier


Endlich wieder Nachschub im Shop!

Die praktische Bügelhilfe für jeden, der gerne näht.
Denn, gut gebügelt ist halb genäht- das gilt auch in der Hobbyschneiderei.
Doch gerade an Rundungen wie z.B. bei Abnähern, an Prinzessnähten und der Armkugel scheitert
die perfekte Ausführung oftmals an mangelndem Handwerkszeug.
Mein Bügelei schafft hier Abhilfe:
Mit seiner handlichen Größe findet es Platz in jeder kleinen Nähecke und ist helfend zur Stelle,
wenn es kniffelig wird. Das Ausbügeln von Rundungen jeder Art wird zum Vergnügen.
Das Schneiderherz-Bügelei zeichnet sich aus durch die hochwertige feste Füllung aus, die sich trotzdem noch leicht formen lässt. Somit kann dieses Bügelei auch seitlich aufrecht verwendet werden- ganz so, wie es die jeweilige Nahtstelle erfordert. Dazu kommt, dass dieses Bügelei nicht nur praktisch ist, sondern auch ein Schmuckstück im Nähzimmer. So macht Bügeln Spaß!


Donnerstag, 6. Juli 2017

Farbpalette

Ich habe ein wenig in meinem Blog zurückgeblättert.
Ab und an tut es einfach gut, einen Blick auf sein Werk zu werfen...
Zurückblicken und sich auf die Schulter klopfen- statt sich ständig darüber Gedanken zu machen, wie man regelmäßig frischen und "guten Content" schafft.  ;)

Hier also einfach mal ein kleiner Blick auf meine "Selfmadefashion" :

Collage Farbschema Schneiderherz diy Fashion
Viele Lieblingsstücke, natürlich aber auch einige Fehlversuche und Experimente- wäre sonst ja auch langweilig, oder?!
Beim Blick auf die Collage, wurde mir auch wieder bewusst, wie zufrieden es mich macht, ein Farbschema für mich gefunden zu haben. Ich bin also mal mit der Farbpipette ins Bild gegangen und habe mir eine kleine, persönliche Color-Palette gemacht- ist das nicht hübsch?! ColorPalette Farbpalette Schneiderherz
Ich liebe Farbpaletten und ertappe mich im Baumarkt gern dabei, faziniert vor den Wänden mit Farbprobekärtchen zu stehen. Und ich beneide Menschen, die (meist beruftsbedingt) so einen tollen  Pantone Farbfächer* ihr Eigen nennen dürfen. Ich besuche gern die Pantone Homepage und erfreue ich mich an den Farbwelten, die jährlich als neue Trends vorgestellt werden.
Ich mag Farbe - aber ich muss sie halt nicht immer um mich haben. 

Und- wie ist es bei Euch?
Schöpft ihr aus dem Vollen? Je bunter- umso besser und immer wieder anders?
Oder habt Ihr auch Eure kleine persönliche Palette gefunden, auf die Ihr immer wieder gern und voller Zufriedenheit zurückgreift?

Ich bin gespannt!



*Dieser Link ist ein Affiliate-Link: Wenn Ihr etwas kauft, darf ich mich über eine kleine Provision freuen- 
natürlich ohne, dass Euch Mehrkosten entstehen! 


Beitrag verlinkt bei RUMS

Donnerstag, 29. Juni 2017

Vår- Sommertop von Muckelie

Werbung*
Sommer bitte! Denn aus der Schweiz kommt jetzt ein ideales Schnittmuster für warme Sonnentage: Suzann von Muckelie hat das Top Vår aus Webware entworfen.
Es zeigt sich mit moderatem Ringerrücken und Schulterpasse; eine Kellerfalte im Rücken sorgt für leicht luftigen Sitz. Die Knopfleiste ist ein Blickfang und diverse Kragen/Ausschnittvarianten lassen die Wahl, sein ganz persönliches Sommertop zu nähen.
Die bebilderte Anleitung ist ausführlich und zeigt detailliert alle wichtigen Arbeitsschritte.
Tipps zum Anpassen an die persönliche Figur machen die Sache komplett.

Ich durfte Vår schon vor Veröffentlichung nähen- allerdings ist meine Variante nicht so ganz im Sinne der Erfinderin. Der Schnitt ist ja speziell für Webware ausgelegt und ich wollte gern ein schwarzes Vår, hatte aber leider kein schwarzes Leinen parat... Also habe ich es gegen jede Vernunft aus PoloPique genäht. Keine ideale Wahl... Der Polostoff ist zwar nicht wirklich doll dehnbar- aber eben ganz anders als eine Webware.
Ich habe nach Maßtabelle Gr.40 gewählt und die vordere Mitte abgeändert (keine Knopfleiste- stattdessen im Bruch mit Kellerfalte) und die Weite an den Seitennähten angepasst.
Die Auschnittkanten habe ich nur umgelegt- das war bei meiner Wirkware möglich. Wenn man- wie ja auch gedacht- Webware verarbeitet, sieht der Schnitt schöne Belege oder Schrägbandeinfassung vor.

Muckeli Top Vår für Webware

Ich war übrigens erst etwas skeptisch, ob ich mich mit den tiefen Schulterauschnitten anfreunden kann. Denn ich mag es gar nicht, wenn mein BH-Träger rausguckt. Aber tatsächlich habe ich ein "Drunter" im Wäscheschrank gefunden, bei dem nix blitzt.

So ist das Top nun ein netter Begleiter, wenn der Sommer in den Norden zurückkehren sollte (auch wenn die Vokuhila-Silhouette es nicht schaffen wird, zu meiner Lieblingsform zu werden...)

Mein Fazit:
Vår ist ein schöner Webwaren-Schnitt. Er bietet jede Menge Gestaltungspotenzial- das kann man HIER bei den Modellen sehen, die die Probenäher gezaubert haben.
Man sollte sich aber auf jeden Fall an die Stoffempfehlung halten und die schönen Gestaltungselemente wie Paspel, Kragen und Knopfleiste sorgsam und mit Genuss nähen- denn auf Seite 3 in der Anleitung steht nicht ohne Grund: "Gut Ding will Weile haben"

Das eBook Vår erhaltet Ihr ab heute im Muckelie- Shop.



*Das eBook wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt. Meine Meinung und mein Blogbeitrag bleiben davon aber unberührt.

Beitrag verlinkt bei Rums- der Linkparty am Donnerstag für Selbermacher

Mittwoch, 28. Juni 2017

12 Colours of Handmade Fashion - Wir machen Blau

Halbzeit bei der Farbparade auf Tweed & Greet.
Monat für Monat trommelt Selmin dort die Schar der Selberschneiderinnen unter einem Farbmotto zusammen- doch Grün, Beige, Rosa und Gelb konnten mich bisher nicht zum mitmachen locken.
Farbe ist halt nicht so meins...
Der Mai mit Weiß wäre schon eher was für mich gewesen, aber irgendwie klappte es trotzdem nicht mit meiner Teilnahme.

Umso mehr freute ich mich dann Anfang Juni- denn Selmin verkündete Blau als Farbe des Monats!
Perfekt- Blau ist mein Bunt. Es ist die Farbe, die neben Grau, Schwarz und Weiß einen festen Platz in meiner Garderobe hat

Zwar ist dieses "Farb-Rosinen picken" nicht ganz im Sinne der Erfinderin, denn die Aktion "12 Colours of  Handmade Fashion" soll ja die Möglichkeit bieten, auch mal Neues zu wagen
....aber für’s nächste Jahr hab‘ ich mir fest vorgenommen, mich jeden Monat an eine neue Farbe zu wagen und mit Farbkombinationen zu experimentieren. Und ich will damit nicht alleine sein. Deswegen lade ich Euch ein,  einfach mitzumachen! So können wir uns im nächsten Jahr Monat für Monat gemeinsam mit einer Farbe beschäftigen und uns überlegen, welchen Platz sie in unserer Garderobe haben könnte. Es geht darum, farblich vielleicht auch einmal über seinen Schatten zu springen.
Zitat Selmin im Einleitungspost zur Aktion
Aber was soll's- das hab ich hinter mir.
Ich fühle mich mit meinen Farben wohl und finde, es gibt so viele Schattierungen und Nuancen, dass auch eine Beschränkung auf wenige Farbe nie wirklich langweilig wird.
Hier also mein Beitrag in Blau:

12 Colours of Handmade Fashion Blau Schneiderherz Top Wasserfallausschnitt

Das Top ist aus sommerlicher, hellblauer Baumwolle mit weißen Ministernchen. Es hat einen Wasserfallkragen, Raglanschultern und am Saum eine Blende mit kleinen Bindebändern, um das ganze locker zu knoten. Das Schnittmuster ist aus einer alten Burda- nämlich 12/2005 Modell 111.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Schnipp Schnapp- Frau Fannie ab!

Nachdem ich bei meinem Rock Pretin die Vorzüge von Taschen an Röcken wieder mal schätzen gelernt habe, gab es heute spontan noch einen Neuzugang in meinem Kleiderschrank, der mit praktischem Stauraum punkten kann: Einen superbquemen Rock aus schwarzem Sweat mit Hüftpassentaschen!

Genaugenommen ist dieser Rock übrigens kein Neuzugang, denn bis ich heute beherzt zur Schere griff, war er nämlich ein verschmähtes Kleid:
Meine Frau Fannie von Schnittreif mit langen Ärmeln, die ich HIER vorgestellt hatte und seitdem nicht wirklich warm mit ihr wurde. Schon damals hatte ich das Vorhaben im Hinterkopf, das Kleid in einen Rock zu ändern.

Kleid in Rock ändern Frau Funnie selber nähen

Lange nur dran gedacht und nun endlich auch getan- und die Wandlung war wirklich kein Hexenwerk

Mittwoch, 31. Mai 2017

Warum ein Rock Taschen haben sollte...

Ich habe gestern beim Durchsortieren meines Kleiderschrankes bemerkt, dass ich reichlich Röcke habe... Vom einfachen Jerseyrock in vielen Varianten, bis zu diversen Modellen in Webware, reicht meine Auswahl. Ich trage sie eigentlich sehr gerne - doch immer wieder merke ich, dass mir eigentlich an allen die Tasche fehlt... Schnell mal den Hundebeutel für die Gassirunde einstecken oder ein Taschentuch diskret verschwinden lassen- Fehlanzeige.
Bei vielen meiner Röcke würde mich jedoch eine Tasche wiederum auch stören- denn wenn z.B. der JerseyRock oben schmal sitz, dann zeichnet sich jede Art von Tasche nun einmal blöd durch.

Nun gibt es aber eine Taschenart, die sich auch wunderbar für Kleidung eignet, die an Taille und Hüfte eher schmal sitz- die Hüftpassentasche.
Sie bewährt sich seit Jahren an meinen geliebten Marlenehosen (z.B. hier) und jetzt habe ich auch einen schönen Rockschnitt für mich gefunden, der praktische Taschen mitbringt.
Die Hüftpassen-Taschen setzen unter der angenehm breiten Blende des Rockes an.
Hier KLICK habe ich das Model schon einmal genäht und man kann auf den Fotos die Schnittführung gut erkennen.
Nachdem das erste Modell bei einer lieben Nähfreundin im Kleiderschrank gelandet ist, habe ich mir jetzt noch einen Rock aus dunkelblauer Baumwolle genäht.
Der Stoff war ein gut abgelagertes Schätzchen- die Menge reichte gerade für meine Wohlfühllänge. Das Material hat eine ganz feine Struktur und etwas Stand- ist aber leider etwas knitteranfällig und zieht ziemlich die Flusen an.
Aber trotzdem ist der Rock wunderbar alltagstauglich. Ursprünglich wollte ich die Blende noch etwas tiefer schneiden- aber ich bin froh, sie doch fast taillenhoch gelassen zu haben. So ist die Blende breit genug, um den Bauch abzudecken und auch mal ein kleines Fressbäuchlein im Zaum zu halten, ohne unangenehm zu drücken.

Rock mit Taschen selber nähen Schnittquelle Pretin Schneiderherz

Und die Taschen sind wirklich toll. Natürlich taugen sie nicht, um Handy, Schlüsselbund und einen dicken Geldbeutel zu verstauen- aber für Dinge, die man einfach mal zwischendurch loswerden muss- perfekt.
Und außerdem kann man ganz wunderbar seine Hände darin vergraben, wenn man beim fotografieren mal wieder nicht weiß, wohin mit seinen Händen...

Hüftpassentaschen an Rock , selbst genäht, Pretin von Schnittquelle

Rockschnitt: Model Pretin von Schnittquelle 
Gr. 38, Hüftbogen etwas abgeflacht und in der Länge 7,5 cm zugegeben- ich bin 1,78cm groß
Schnittmuster Jäckchen: Burda 8808 (Hier schon einmal genauer vorgestellt KLICK)

Und- wie steht Ihr zu Taschen an Eurer selbstgenähter Kleidung? Ein Must-Have oder nur eine praktische Zugabe?!





Heute- am letzten Tag des Wonnemonats Mai- reihe ich mich mit meinem Rock beim MeMadeMittwoch ein, der Inspirations-Plattform für selbstgenähte Kleidung.
Schaut unbedingt vorbei!