Mittwoch, 14. Juni 2017

Schnipp Schnapp- Frau Fannie ab!

Nachdem ich bei meinem Rock Pretin die Vorzüge von Taschen an Röcken wieder mal schätzen gelernt habe, gab es heute spontan noch einen Neuzugang in meinem Kleiderschrank, der mit praktischem Stauraum punkten kann: Einen superbquemen Rock aus schwarzem Sweat mit Hüftpassentaschen!

Genaugenommen ist dieser Rock übrigens kein Neuzugang, denn bis ich heute beherzt zur Schere griff, war er nämlich ein verschmähtes Kleid:
Meine Frau Fannie von Schnittreif mit langen Ärmeln, die ich HIER vorgestellt hatte und seitdem nicht wirklich warm mit ihr wurde. Schon damals hatte ich das Vorhaben im Hinterkopf, das Kleid in einen Rock zu ändern.

Kleid in Rock ändern Frau Funnie selber nähen

Lange nur dran gedacht und nun endlich auch getan- und die Wandlung war wirklich kein Hexenwerk

Mittwoch, 31. Mai 2017

Warum ein Rock Taschen haben sollte...

Ich habe gestern beim Durchsortieren meines Kleiderschrankes bemerkt, dass ich reichlich Röcke habe... Vom einfachen Jerseyrock in vielen Varianten, bis zu diversen Modellen in Webware, reicht meine Auswahl. Ich trage sie eigentlich sehr gerne - doch immer wieder merke ich, dass mir eigentlich an allen die Tasche fehlt... Schnell mal den Hundebeutel für die Gassirunde einstecken oder ein Taschentuch diskret verschwinden lassen- Fehlanzeige.
Bei vielen meiner Röcke würde mich jedoch eine Tasche wiederum auch stören- denn wenn z.B. der JerseyRock oben schmal sitz, dann zeichnet sich jede Art von Tasche nun einmal blöd durch.

Nun gibt es aber eine Taschenart, die sich auch wunderbar für Kleidung eignet, die an Taille und Hüfte eher schmal sitz- die Hüftpassentasche.
Sie bewährt sich seit Jahren an meinen geliebten Marlenehosen (z.B. hier) und jetzt habe ich auch einen schönen Rockschnitt für mich gefunden, der praktische Taschen mitbringt.
Die Hüftpassen-Taschen setzen unter der angenehm breiten Blende des Rockes an.
Hier KLICK habe ich das Model schon einmal genäht und man kann auf den Fotos die Schnittführung gut erkennen.
Nachdem das erste Modell bei einer lieben Nähfreundin im Kleiderschrank gelandet ist, habe ich mir jetzt noch einen Rock aus dunkelblauer Baumwolle genäht.
Der Stoff war ein gut abgelagertes Schätzchen- die Menge reichte gerade für meine Wohlfühllänge. Das Material hat eine ganz feine Struktur und etwas Stand- ist aber leider etwas knitteranfällig und zieht ziemlich die Flusen an.
Aber trotzdem ist der Rock wunderbar alltagstauglich. Ursprünglich wollte ich die Blende noch etwas tiefer schneiden- aber ich bin froh, sie doch fast taillenhoch gelassen zu haben. So ist die Blende breit genug, um den Bauch abzudecken und auch mal ein kleines Fressbäuchlein im Zaum zu halten, ohne unangenehm zu drücken.

Rock mit Taschen selber nähen Schnittquelle Pretin Schneiderherz

Und die Taschen sind wirklich toll. Natürlich taugen sie nicht, um Handy, Schlüsselbund und einen dicken Geldbeutel zu verstauen- aber für Dinge, die man einfach mal zwischendurch loswerden muss- perfekt.
Und außerdem kann man ganz wunderbar seine Hände darin vergraben, wenn man beim fotografieren mal wieder nicht weiß, wohin mit seinen Händen...

Hüftpassentaschen an Rock , selbst genäht, Pretin von Schnittquelle

Rockschnitt: Model Pretin von Schnittquelle 
Gr. 38, Hüftbogen etwas abgeflacht und in der Länge 7,5 cm zugegeben- ich bin 1,78cm groß
Schnittmuster Jäckchen: Burda 8808 (Hier schon einmal genauer vorgestellt KLICK)

Und- wie steht Ihr zu Taschen an Eurer selbstgenähter Kleidung? Ein Must-Have oder nur eine praktische Zugabe?!





Heute- am letzten Tag des Wonnemonats Mai- reihe ich mich mit meinem Rock beim MeMadeMittwoch ein, der Inspirations-Plattform für selbstgenähte Kleidung.
Schaut unbedingt vorbei!



Mittwoch, 17. Mai 2017

Braucht Frau ein Wickelkleid?

Es gibt Modeklassiker.
Kleidungsstücke, die augenscheinlich keine Halbwertszeit haben.
Das Wickelkleid ist eines davon.
Es soll bequem, elegant, vielseitig, schmeichelhaft und überhaupt DAS Kleid der Kleider sein- ein unentbehrliches und unkompliziertes Basicteil...

Ich bin da allerdings schon immer skeptisch gewesen: Was man wickeln muss, kann nämlich so unkompliziert gar nicht sein... Ein paar Versuche hat es in meiner Nähkariere gegeben- aber Lieblingsteile wurden weder Wickelblusen noch Wickelröcke.

Doch manchmal bin ich ein wenig Lemming und der aktuell durch die Nähwelt geisternde Hashtag mit der Frage, ob es #nocheinwickelkleid braucht, erinnerte mich an ein Schnittmuster, das ich mir schon vor längerer Zeit mal gekauft hatte: Onion 2014
Urspünglicher Plan war, das Raglan-Modell als Basis für einen Jerseymantel zu verwenden- doch Taten folgten nie.

Also warum nicht?! In Frühlingslaune kaufte ich einen blauen Jersey mit kleinen Federmuster und nähte mir das Wickelkleid.

Mode selbstgenäht Wickelkleid Sommerkleid Schnittmuster Onion 2014

Tja und was soll ich sagen?!
Braucht Frau ein Wickelkleid?
Frau vielleicht- ich nicht unbedingt...
Warum?


Montag, 8. Mai 2017

Von ungeliebten Stoffen und halbherzigen Projekten

Ich habe vor kurzem mal wieder mein Nähzimmer aufgeräumt- ein kleiner Anfall von leichter Ausmistlaune, wahrscheinlich bedingt durch die Lektüre von Marie Kondos „Magic Cleaning“*.

Einige Stoffe wurden aussortiert- unter anderem ein großzügiges Stück mausgrauen Hemdenstoffes. Baumwolle, mit einem Anteil an Polytierchen, gewebt als mikoskopisch kleines Hahnentrittmuster. Ich mag Herrenhemdstoffe eigentlich sehr gerne- denn wenn man Glück hat, findet man schöne Qualitäten, die sonst in der Konfektion zu hochwertigen Hemden verarbeitet werden.
Doch dieser Stoff war ein Fehlkauf. Irgendwie zu grau, zu dünn und leider keine reine Baumwolle, wie gedacht…

Tipp: Wenn Du, wie ich in diesem Fall, keine Materialangaben bei einem Stoff hast- oder Du skeptisch bist, ob die Angaben korrekt sind, kannst Du per Brennprobe recht gut herausfinden, um was für ein Material es sich handelt. Ich habe das damals in der Berufsschule gelernt- wenn Du mehr dazu erfahren willst, schau mal bei  Constanze von Nahtzugabe vorbei- sie hat einen schönen Blogbeitrag dazu verfasst- und noch viel besser, sie hat sogar ein Buch zu dem Thema geschrieben:
"Stoff und Faden: Materiallexikon" *


Nach den Stoffen, habe ich noch ein wenig in meinen Schnittmustern gestöbert und auch dort einiges ausgemistet. Dabei fiel mir ein Schnitt in die Hände, den ich vor vielen Jahren mehrmals vernäht hatte. Die Tuniken haben mir damals sehr gefallen- so sehr, dass ich eine davon wortwörtlich aufgeschlissen habe.  Burda 8501, ein Easy Model-, mit Abnähern auf Figur gebracht, die Ärmel mit vernünftiger Armkugel und sogar mit kleinem Abnäher an den rückwärtigen Schulternähten, um auch diese Partie schön zu formen.

Tunika selber nähen Burda

Damals hatte ich die Tunika in Gr. 38 genäht- das Ganze aber als sehr schmal in Erinnerung.
"Ob der Schnitt auch heute noch was für mich ist?! So eine Sommertunika aus Webware- das wäre doch was… Aber ob die nicht doch zu schmal sitzt?! Da könnte ich doch ein Testmodell nähen in Gr. 40- habe doch gerade diesen grauen Stoff aussortiert..."

Tunika selber nähen Abnäher und Schnittdetails Burda

Doch was soll ich sagen.
Irgendwie habe ich da wohl ein paar negative Wellen zuviel an den Stoff gesendet…
Das Projekt zeigte sich als fuchtbar zäh… Beim Zuschnitt dachte ich noch, es wird vielleicht eine tragbare Tunika- aber bis ich Lust (und Zeit) fand, die ersten Nähte zu nähen, war der Widerwille so gewachsen, dass ich jetzt aufgehört habe und die Tunika nicht weiternähen werde.
Immerhin reichte es, um festzustellen, dass ich die Größe 40 in den Schultern auf jeden Fall brauche, aber auch, dass mir bei der Tunika so in uni doch das „gewisse Etwas“ fehlt.

Wahrscheinlich sollte ich einfach nicht der Erinnerung an zwei alte Kleidungsstücke nachhängen- denn was damals so toll war, wird es heute vielleicht nie mehr werden…

Vielleicht wäre ja der neue Schnitt von Elke eine bessere Wahl, wenn ich eine neue Sommertunika möchte?!  Die Tunika „Elle“ - ein Schnitt für Nähgenießer…
Den mausgrauen Stoff hätte aber wohl auch dieser Schnitt nicht schöner gemacht. Ich hätte das Stück in der Ausmistkiste lassen sollen.
Ich glaub, ich muss „Magic Cleaning“* nochmal lesen- denn Marie Kondo hätte den Stoff einfach weggeworfen, als feststand- er macht nicht glücklich...!

Und, geht es Euch auch manchmal so, dass Ihr Euch ein Projekt aufhalst, obwohl ihr eigentlich wisst, dass es kein HappyEnd geben wird?






*Dieser Link ist ein Affiliate-Link: Wenn Ihr etwas kauft, darf ich mich über eine kleine Provision freuen- natürlich ohne, dass Euch Mehrkosten entstehen! 


Sonntag, 30. April 2017

Mein Bügel-Ei, ab jetzt im eigenen Shop!

Am 1. Mai 2017 ist es endlich soweit und mein kleiner Schneiderherz-Shop ist mit Bügeleiern bestückt. Wenn ihr die praktische Bügelhilfe für euer Nähzimmer haben möchtet, dann schaut unbedingt mal vorbei und sichert euch euren Favoriten!

www.schneiderherz.com
www.schneiderherz.com


Du weißt gar nicht, was ein Bügelei ist und wie es dir deinen Nähalltag erleichtert?! Hier mal ein paar Anwendungsmöglichkeiten:

Das Bügelei, die praktische Bügelhilfe von Schneiderherz

Gut gebügelt ist nämlich halb genäht und das gilt auch in der Hobbyschneiderei.
Doch gerade an Rundungen wie z.B. bei Abnähern, an Prinzessnähten und der Armkugel scheitert die perfekte Ausführung oftmals an mangelndem Handwerkszeug. Das Bügelei von Schneiderherz schafft hier Abhilfe: Mit seiner handlichen Größe findet es Platz in jeder kleinen Nähecke und ist helfend zur Stelle, wenn es kniffelig wird. Das Ausbügeln von Rundungen jeder Art wird zum Vergnügen.
Das Schneiderherz-Bügelei zeichnet sich aus durch die hochwertige feste Füllung aus, die sich trotzdem noch leicht formen lässt. Somit kann dieses Bügelei auch seitlich aufrecht verwendet werden- ganz so, wie es die jeweilige Nahtstelle erfordert. Dazu kommt, dass dieses Bügelei nicht nur praktisch ist, sondern auch ein Schmuckstück im Nähzimmer- so macht Bügeln Spaß!






Ich hoffe, in naher Zukunft wird sich das Sortiment bei Schneiderherz nicht nur auf das Bügelei beschränken. Denn es gibt ja so viel Schönes und Praktisches, das jedes Schneiderherz erfreut.


Donnerstag, 13. April 2017

Über Probestücke, Wohlfühllängen und fehlende Kombipartner

*Werbung
Kennt Ihr das auch?
Da hat man einen Schnitt, den man unbedingt mal ausprobieren möchte und im Stoffvorrat findet sich nichts wirklich Optimales. Die Überlegung, ob man sich auf den Weg macht und was Passendes kauft wird natürlich gleich von der Vernunft durchkreuzt, denn man kann ja erst mal ein Probestück aus vorhandenem Stoff nähen.
Genau so enstand mein Rock Pretin von Schnittquelle.
Das Vernunftsstück Stoff war ein mauschelblauer Chambray von Stoff & Stil. Gekauft "nur mal so" in Dänemark, leider von nicht so traumhafter Qualität wie gedacht- zum Glück nur 1 Meter mitgenommen.
Der Meter reichte genau für die Originallänge vom Rockschnitt (Seitennahtlänge 54cm) und mir war schon beim Zuschnitt klar, dass das bei einen Sommerrock, den ich ohne Strumpfhose tragen will, nicht für meine persönliche Wohlfühllänge reichen wird. Ich bin da Eigen und finde "Knie natur" bei mir einfach nicht hübsch.
Doch erst mal eifrig genäht- um die Länge wollte ich mich später kümmern.
Gr.38 passte gut- einzig am Hüftbogen musste ich etwas weibliche Rundung wegnehmen. Da der Rock hinten mittig schließt und ich die Blenden vor dem Schließen der Seitennähte angenäht hatte, war die kleine Anpassung kein Problem. Die obere Rockkante sitzt bei mir in der Taille- ich denke, das nächste mal werde ich dort ein Zentimeterchen wegnehmen.
Das Längenproblem löste ich mir einer Blende- einen geraden Streifen im Bruch, den ich etwas in Form gebügelt habe, um in an die leicht gerundetet Saumkante nähen zu können. Bei der Wahl des passenden Streifens musste ich lange suchen, bis ich ein harmonisches Stück gefunden hatte, denn der Blauton des Chambray ist etwas speziell...

Rock selber nähen Model Pretin Schnittquelle

Donnerstag, 6. April 2017

Blau ist mein Bunt... Eine neue Leinenhose

Werbung*
Der Sommer kann kommen, denn ich bin gerüstet! Ich habe nämlich eine neue Lieblings-Leinenhose in blau, luftigleicht, marlene-weit und unkompliziert.

Schnittquelle Assuan Hose leinen Schneiderherz nähen

Das schöne Leinen mit leichtem Glanz lagerte schon seit dem vorletzten Stoffmarkt bei meinen Schätzen. Zunächst dachte ich, ich nähe daraus nach meinem heißgeliebten, uraltbewährtem "Neue Mode-Schnitt" ein neues Beinkleid- aber zu meinem Glück entdeckte ich bei Schnittquelle Schnitt Assuan. Ganz mutig und nach kurzer Rücksprache mit Stefanie von Schnittquelle wählte ich den Schnitt in 38- obwohl ich laut Maßtabelle genau bei Größe 40 liege. Aber die Erfahrung hat mir schon so oft gezeigt, dass ich bei Größe 40 oft noch Weite wegnehmen muss, um mich wirklich wohl zu fühlen und außerdem neigt Leinen beim Tragen gern dazu, sich zu dehnen. Die leidige Erfahrung musste ich ja im letzten Jahr gleich bei zwei Hosen machen...

Sonntag, 2. April 2017

Mein Online-Kurs bei Makerist

Lust auf einen zeitlosen Klassiker, den Ihr aus Eurem Lieblingsstoff zaubern könntt?!
Dann ist dieser Onlinekurs vielleicht das richtige für Euch.
Als Eure Makerist-Trainerin zeige ich Schritt für Schritt und ganz ausführlich, wie Ihr einen Lieblingsmantel schneidern könnt.
Noch gibt es den Kurs zum Einführungspreis, also nix wie hin und buchen...
Kurs bei Makerist

Hier gibt es den Trailer zu sehen und You Tube macht irgendwie immer die drolligsten Startbilder- also schnell auf PLAY drücken ;)




Ich freu mich auf Euch!






Donnerstag, 30. März 2017

Makerist-Mantel

Trotz des trüben Wetters habe ich versucht, endlich mal mein Probemodell des Kursmantels abzulichten... und ich muss feststellen: Mir fehlt sowohl die gute Ausleuchtung, als auch die liebe Visagistin und die Kameraprofis, die beim Dreh bei Makerist in Berlin so schöne Bilder gezaubert haben.  

Mantel nähen Makerist onlinekurs Nähkurs online

Während der Vorbereitungsphase zum Video-Dreh musste ich ja einige Testläufe machen und ein Ergebnis war dieser Mantel aus leichter blauer Wolle. Ich habe den Makerist-Schnitt für mich in Gr. 40 genäht und sowohl die Ärmel, als auch den Rumpf um 4 cm verlängert. Im Rumpf habe ich die Länge in der Taille zugegeben und somit wanderte die Taschenposition mit nach unten und die Eingriffe waren für mich mit 178cm Körpergröße gleich an der perfekter Stelle.
Dieser Probemantel hat leider einen Patzer, der mich echt Nerven gekostet hat- ich schnitt nämlich in den Oberstoff, als ich das Belegschnitteil abtrennen wollte, um die Einlage zuzuschneiden. So etwas Dummes!
Der etwa 5cm lange Schnitt war exakt an der Umbruchkante, aber ich konnte ihn zum Glück "wegschummeln" und nun fällt die reparierte Stelle nur auf, wenn man die vordere Kante ganz genau beäugt.

Mantel nähen Onlinekurs Nähkurs online Video Makerist

Bei meinem Mantel habe ich übrigens das oberste Knopfloch weggelassen- einfach weil ich festgestellt habe, dass mir hier der Kragen hochgeklappt getragen besser gefällt. Selber nähen ist schon klasse- da kann man sowas eben selbst entscheiden ;)
So ist der Testmantel jetzt mein lässiger Begleiter für die Übergangszeit.
Auf meiner "To-Sew-Liste" steht jetzt noch eine weitere Version- und zwar in grauem Leinen.
Leinen ist einfach ein tolles Material für diesen Mantel- das könnt Ihr ja auch im Onlinekurs sehen.

Wenn Ihr Lust bekommen habt, Euch auch so einen Mantel zu nähen, dann nichts wie hin zu Makerist und meinen Kurs buchen - bis Sonntag gibt es den sogar noch zum Einführungspreis ;)
Hier gehts zum Onlinekurs: Mantel nähen mit Schneiderherz
Ich zeige Schritt für Schritt- vom Zuschnitt bis zum Abfüttern- wie der Mantel gemacht wird und ich bin schon so gespannt, bald die ersten Makerist-Mäntel von Euch zu sehen...





Heute bin ich mit meinem Mantel mal bei RUMS ;)

Mittwoch, 22. März 2017

Jäckchen und Leinenhose

Heute möchte ich Euch endlich mal mein "Jäckchen" zeigen. Es ist schon länger fertig, aber ich war noch nicht dazu gekommen, es abzulichten.
Es ist ein kleines schlichtes Teil, mit dem ich sehr glücklich bin. 
Der Stoff ist ganz wunderbar- eine tolle Qualität, vermutlich aus Wolle (das zumindest sagt die Brennprobe) und eine tolle Farbe. Das winzig kleine Hahnentrittmuster in Blau/Schwarz lässt sich super kombinieren, es macht sich toll zu Jeans, aber auch zur schwarzen Leinenhose.

Schneiderherz Jacke nähen Schurwolle Basic

Den Stoff hat mir ein netter Stoffmarktverkäufer übrigens geschenkt- es war ein sehr kleines verzipfeltes Stück auf einem großen Restehaufen. Damals hatte ich noch keine Idee, was man mit so einem Fetzen überhaupt anfangen soll- aber ich fand ihn schön und habe ihn wohl recht lange nachdenklich gestreichelt... Am Ende entschied ich mich aber gegen ihn und für drei andere Reststücke in projekttauglicher Größe.
Doch nach dem Bezahlen stopfte der Händler mit einem Lächeln und den Worten: "Den kriegst Du nun so dazu" das verschmähte Stück Stoff in meine Einkaufstasche...
Was für ein Glück für mich! Denn etwas später zeigte sich, dass es mit ordentlich Schnittmustergeschiebe tatsächlich für diese Jacke reichte.

Kombi Jacke Leinenhose schwarz-blau Kette Schere

Schnittmuster Jäckchen Burda 8806
(Gr.40 angepasst in der Gesamtlänge und Ärmellänge je 2,5 cm- ich bin 178cm groß)

Hose von Neue Mode, J22629
Jetzt endlich enger genäht- siehe hier : Leinenhose und die Leinenversion des Jäckchens

Und, hattet Ihr auch schon mal so ein "Unverhofft"-Teil, mit dem Ihr dann besonders glücklich wart?!





Bevor Ihr fragt: 
Die coole Kette ist ein Glücks-und Zufallsfund von Great-Handmade über Dawanda

Heute ist Mittwoch- der Tag für die Me-Made-Linkparty 
Schaut doch mal vorbei und stöbert, was kreative Selberschneiderinnen für sich genäht haben.

 

Dienstag, 21. März 2017

Ich bin Makerist-Trainer

Lust auf einen Mantel für die Übergangszeit?!
Auf ein zeitloses Modell mit tollen schneiderischen Details wie Umlegekragen, Leistentaschen und Rückenschlitz- dazu noch komplett gefüttert?!
Bald geht mein Kurs bei Makerist online und Du kannst mit meiner Hilfe einen tollen Mantel nähen.
Schritt für Schritt begleite ich Dich durch das Projekt- vom Zuschnitt bis zum kompletten Abfüttern.
Ich freue mich auf Dich!

Aktuell kannst Du Dir noch den Frühbucher-Rabatt sichern- also nix wie hin und vormerken lassen Mantel nähen- bei Makerist

Übrigens- das Projekt Mantel war bisher eine sehr aufregende und spannende Zeit für mich.
Viel Gelegenheit und Muße, mein Abenteuer in Bildern festzuhalten, hatte ich allerdings nicht.
Da ich aber selber so kleine Making-Of Einblicke liebe, gibt es zumindest eine Minicollage.
Und ein DANKE an das tolle Team!

Morgens in der Maske aufgehübscht zu werden ist echt toll- Tschüß, müde Augenringe ;)



Mittwoch, 15. März 2017

Pusteblumenjerseymantel

Heute habe ich endlich mal wieder einen Beitrag zum "Selbstgenähten Kleiderschrank" für Euch.
Tadaaaa-  mein Pusteblumenmantel.
Es ist schon der zweite Jerseymantel nach dem gleichen Schnittmuster. Das erste Model entstand in freundlichem Schwarz und wird viel und und mit großer Begeisterung getragen.
Auch diese Version hier mag ich gern- aber ich ertappe mich, das ganze eher als ein "Kuschelig fürs Sofa-Teil" zu sehen... Hat nämlich schon was von Morgenmantel, oder?!

Jerseymantel Zsazsa DIY selber nähen Mode Pusteblume

Aber egal- ich mag ihn, meinen Pusteblumenmantel. Er ist gemütlich und macht einfach gute Laune.
Wenn es wärmer wird, finden sich bestimmt noch weitere Kombipartner für ihn - ein netter Rock und weißes Shirt z.B. und dann geht es runter vom Sofa und ab in die Sonne...  :)

Mantel
Schnittmuster: Zsazsa von Lillestoff/Susalabim in Gr.38
Änderungen:  nur Saum verlängert und seitliche Schlitze gearbeitet, Rückenabnäher weggelassen

Stretchröhre
Burda Easy Fashion H/W 07
schon in etlichen Varianten genäht z.B. siehe hier
Bei dieser Version jetzt den Bund höher gemacht- für besseren Tragekomfort

Damit geht es nun gutgelaunt zum MeMadeMittwoch - mal schauen, wie sich die anderen kreativen Selberschneiderinnen für die wärmere Modesaison benäht haben.

 

Sonntag, 12. März 2017

Kleines Gartenkissen selbstgenäht

Die ersten Sonnenstrahlen locken endlich in den Garten und ich genieße es sehr, mir an einem windstillen Plätzchen die erste zarte Frühlingswärme auf die Nase scheinen zu lassen.
Leider sind bei uns die Gartenmöbel noch eingemottet und die einzige Sitzmöglichkeit besteht aus den alten Holzkisten, die draußen überwintert haben.
Damit der Po nicht zu kalt wird, habe ich mir aus Stoffresten ein kleines weiches Kissen genäht.


Das Nähen ist kein großer Aufwand:
Einfach zwei Kreise mit einem Durchmesser von 20 cm und 10 Rechtecke mit den Maßen 12 x 21 cm zuschneiden. Die Rechtecke werden an den Längsseiten zusammengenäht. Bei der letzten Naht, die den entstandenen Streifen zu einem Ring schließt, lässt man mittig eine Öffnung zum Wenden und Füllen. Dann beim Ring Viertel markieren und einkräuseln. Beim Verteilen der Weite hilft es, auch die Kreise zu vierteln und erst an den Markierungen zu stecken. Immer vom Ring aus an den Kreis stecken- dann hat man die Kräusel gut im Griff. Kissen wenden und mit Füllwatte stopfen, bis es angenehme Sitzdicke hat und die Öffnung mit Handstichen schließen. 
Und dann heißt es:
Ab in den Garten und Sonne genießen! :) 


Mein Kissen hat einen handlichen Durchmesser von etwa 35cm. Man kann natürlich die Maße der Zuschnittteile beliebig variieren und somit auch die Größe und Optik des Kissens ganz nach eigenen Vorstellungen bestimmen.

Und- wie bereitet Ihr Euch auf den Frühlingsstart vor? 
Ist schon luftige Garderobe in Arbeit? Oder näht Ihr Euch auch erst einmal mit einem kleinen Dekoprojekt in Frühlingslaune?!
 
 



Mit meinem Kissen und dem wohligen Gefühl ein Wetterglück-Wochenende gehabt zu haben- geht es heute mal zu Katrin's  #Sonntagsglück auf 'Soulsister Meets Friends'

 

Montag, 6. Februar 2017

Formland - die inspirierendste Interior- & Designmesse des Nordens

Samstag war es wieder soweit.
Ich durfte mit auf Bloggerfahrt zur Formland in Herning DK.
Amalie Loves Denmark hatte wieder dafür gesorgt, dass ein ganzer Schwung begeisterter Bloggermädels die Messehallen auf den Spuren der neusten Trends und geliebter Klassiker durchstreifen durften.
Ich persönlich ertappte mich mal wieder dabei, dass ich hin und hergerissen war.
Einerseits liebe ich Dänisches Design mit klaren Linien, verblüffend raffinierter Zweckmäßigkeit und zeitlos anmutender Moderne...

 Formland Danmark Danish Design Interior

Aber andererseits schlägt mein Herz auch für einen Hauch Nostalgie mit einer Prise Industrie-Stil.
Und das können die Dänen auch ganz hervorragend...

Formland IBLaursen DK Interior Home Cozy

Ich tendiere tief im Herzen aber wohl doch mehr zum "modernen Landhausstil" und so suchte ich besonders dort nach Inspiration für meine neue Küche.

Dienstag, 31. Januar 2017

Von nun an immer griffbereit...

Ich gebe schon sehr lange Nähkurse (tatsächlich schon über 20 Jahre) und fast genauso lange bin ich im Kurs auf der Suche. Mal nach dem Nahttrenner, um eine Teilnehmerin beim leidvollen Rückwärtsnähen zu unterstützen, dann nach einem Stück Schneiderkreide, um fix etwas anzuzeichnen oder nach dem Handmaß/Maßband, um kurz mal nachzumessen
Ich suche eine Schere, eine Nähnadel oder ein paar Stecknadeln und seit einiger Zeit suche ich auch noch nach meiner Lesebrille...

"Mensch- jetzt näh' Dir doch endlich mal so ein Hüfttäschchen! Da kannst Du alles rein tun und hast es im Nähkurs immer griffbereit."
So oft gedacht und nun endlich getan.

Hüfttasche HipBag Schnabelina Nähen Freebook Naehkram-Tasche

Das tolle Freebook von Schnabelina für die HipBag schlummerte schon ewig auf der Festplatte.
Zuerst kam die Qual der Wahl, denn die Anleitung beinhaltet nicht nur 3 Größen der Hüfttasche, sondern auch jede Menge Varianten für die aufgesetzten Taschen und das Innenleben.
Ich entschied mich, nur die Reißverschlusstasche zu machen und keine extra Tasche aufzusetzten. Im Inneren sollte es ein Steckfach geben. Soweit der Plan und auch der Zuschnitt.
Doch es zeigte sich, dass mir die Kräusel im vorderen Taschenteil, die für die etwas bauchige Form sorgen, ohne aufgesetzte Extratasche, gar nicht gefielen. Außerdem hatte ich das Siebdruckmotiv dafür ungünstig platziert... Also schnitt ich die rückwärtigen Teile neu zu und zwar nach dem Schnittmuster der Vorderen Taschenteile.
Nach dem Verstürzen inkl. Paspel merkte ich etwas ernüchtert, dass mein Hüfttäschchen jetzt aussah, wie diese Wäsche- Klammerbeutel... Ich hätte die Rundungen (die ja beim Einkräuseln verschwinden würden, wenn man nach der Vorlage arbeitet) nachschneiden sollen. Doch nun war die Tasche ja so gut wie fertig und Lust auf Trennen hatte ich nicht. Also tobte ich mich noch ein wenig mit der (funktionellen) Deko aus und hatte mein Nähkurstäschchen.
Am nächsten Morgen störten mich diese unnötigen Kurven aber so sehr, dass ich doch noch mal trennte und die Form etwas anpasste. Dank der Paspel war das gar nicht so schlimm wie befürchtet,
und ich bin zufrieden.

Details HipBag Hüfttasche nähen Naehzubehoer Naehkurs Freebook

Besonders gefällt mir übrigens die Lösung, meinen Nähring mit Hilfe eines Buchbinderinges sicher, aber schnell zugänglich, parat zu haben. Und dort, wo jetzt die kleine Schere ist, kann man auch die Lesebrille einstecken. Optisch empfinde ich die Tasche übrigens fast schon als Reizüberflutung- aber immerhin ist das Farbkonzept typisch Schneiderherz ;)

Nun muss meine Nähtasche zeigen, wie sie sich im Alltag bewährt. Meine Kursteilnehmer dürften sich auf jeden Fall freuen, wenn ich meine Helferlein blitzschnell zur Hand habe.





Heute beim Creadienstag und den DienstagDingen.

Und damit Ihr sehen könnt, welche Kurven ich überhaupt meinte, hier noch ein kleines Vorher/Nachher-Bild.
Wenn man die HipBag nach der (toll bebilderten und sehr ausführlichen) Anleitung näht, sorgen die Kurven eingekäuselt für mehr Innenvolumen und man hat natürlich NICHT diese Wäscheklammer-Beutel-Form. Die entstand nur, weil ich keine Kräuselung wollte und nicht dran gedacht hatte, etwas nachzuschneiden ;)

Huefttasche HipBag Schnabelina Freebook



Mittwoch, 25. Januar 2017

Im Bürorock an die Nähmaschine?!

Ich habe einen neuen Rock.
Letzte Woche dachte ich noch, dass er als erstes Ufo 2017 in einer Kiste verschwindet- aber ich habe ich doch aufgerafft, ihn fertig zu nähen.
Zweifel waren aufgekommen, weil der enge Rock durch den Stretchstoff zwar super bequem ist- aber leider auch sehr eigenwillige Falten im Bauchbereich bildet, sobald man nicht mehr statisch auf der Stelle steht.
Doch ich kam zu dem Schluss, dass man die Falten ja in Schwarz nicht ganz so doll sieht und außerdem können solche Pseudo-Raffungen ja auch durchaus kaschierend sein ;)

Doch nun tut sich ein zweites Problem auf: Wie kombiniere ich das neue Stück alltagstauglich?!
Das hier finde ich zwar eigentlich nett- aber wenn ich die Fotos jetzt so anguckte- irgendwie viel zu "business". Klar- ich bin 45 und ja auch eher der seriöse Typ- aber ist das hier nicht schon ein wenig arg "büroschick"?! Setzte ich mich wirklich so an die Nähmaschine?


Der Rockschnitt ist übrigens aus der Burda 5/2005 Mod. 105B.
Hier habe ich noch ein paar Detailbilder und auch das Modelfoto aus dem Heft (natürlich mit Null Faltenbildung irgendwo *g*)
Loop- ein Stück Bündchenware um den Hals geworfen
Leinenjäckchen hier vorgestellt KLICK


Und, wie würdet Ihr so einen Rock stylen?
Ist das für Euch ganz klar die Kategorie "Schick bleibt schick" oder habt Ihr einen Tipp, was man kombinieren kann, um die "Strenge" etwas zu brechen?






Heute ist Me Made Mittwoch und ich reihe mich- mal wieder typisch monochrom- in die bunte Vielfalt der Selberschneiderinnen ein...

Mittwoch, 11. Januar 2017

Frau Fannie- Basic Teil mit kleinen Mängeln

Das Jahr begann voller Elan und dem Entschluss, mir noch eine Frau Fannie zu nähen.
Die graue Version des Kleides mit 3/4 Arm trage ich recht viel und gerne - doch nun sollte es eine Version mit ganz langen Ärmeln werden. Tiefschwarzer Sweat (glatte Innenseite) lag bereit und so ging es an den Zuschnitt. Ich musste dabei leider etwas Schnittpuzzelei betreiben und ein wenig der Rocklänge opfern- denn das Stoffstück war etwas knapp bemessen.
Das Nähen war keine Zauberei und hier ist nun meine Frau Fannie Nr.2


Ich muss jedoch gestehen, dass sie mich nicht ganz so vom Hocker haut wie die 1. Version...

Donnerstag, 5. Januar 2017

Die richtige Länge beim Halsbündchen


"Wie lang muss ich so ein Halsbündchen denn eigenlich zuschneiden?"
Eine Frage, die in meinen Nähkursen immer wieder aufkommt.

Meine Antwort darauf: "Kommt ganz drauf an..."
Dann wird geseufzt, weil doch eine klare Zentimeter-Angabe so viel schöner gewesen wäre.
Aber es hängt wirklich von verschiedenen Faktoren ab, wie lang der Zuschnitt sein muss.

Zunächst einmal von der Form des Halsausschnittes.
Für meinem alten Blog hatte ich mal eine Grafik gemacht, die einen kleinen Überblick verschafft:


Diese Werte sind nur die Grundwerte, denn auch die Dehnbarkeit Eures Stoffes und die Breite des Bündchens bestimmen die Länge.
Das erklärt auch, warum die Angaben bei den Schnittmustern immer nur Richtwerte sein können, auf die man sich nicht blind verlassen sollte.
Also- messt Euer Halsloch sorgsam aus (immer ohne es auszudehnen- wenn ihr unsicher seit, messt einfach am Papierschnitt nach) Rechnet die Bündchenlänge nach den Vorgaben oben aus und beachtet dabei, wie elastisch Euer Stoff ist.
Viertelt Euer Halsloch und steckt das - ebenfalls geviertelte- Bündchen an den Punkten an.
Nun könnt Ihr leicht prüfen, ob es sich beim Dehnen schön anschmiegt oder ob es noch labbert und lieber noch gekürzt werden sollte.
Notiert Euch die Zuschnittlänge und Materialart auf dem Schnitt. Dann spart Ihr Euch beim nächsten Oberteil die Frage: "Wie lang sollte das Halsbündchen denn noch...?!"